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Konzertbericht QOTSA 17.11.02 Fribourg/Fri-son

hammer. killer. obergenial. abaaaartig geil... ich weiss gar nicht, wo ich beginnen soll. ich will es mal ganz ausführlich versuchen:

sobald ich von irgeneinem NETTEN kerl auf dem qotsa.de-forum erfahren hatte, dass die queens auch ein konzert in der schweiz geben würden, wusste ich: inge geht dorthin! wenn es sein muss, alleine. doch schliesslich kam tabea mit, und ich konnte sogar mit ihren eltern mitfahren. ich bestellte sofort die tickets, und wie sich später herausstellte, hatte ich ein riesen glück, da die tickets angeblich innerhalb eines tages ausverkauft waren.

wir waren die ersten, die die halle in fribourg betraten, und mir war bewusst, dass dies vielleicht das erste und das letzte mal sein würde, dass ich die queens in so einer kleinen halle spielen sehen werde. ich stellte mich schon bei millionaire in die erste reihe, überzeugt, diesen platz nicht mehr herzugeben bis die queens ihr letztes lied gespielt haben würden. millionaire waren nicht schlecht. der sänger mit den zuckungen (ist wohl sein markenzeichen) wirkte zwar etwas fehl am platz, jedoch trug ich es mit fassung und genoss die musik. als dann die crew der queens auf die bühne kam, um deren equipment aufzustellen, konnte ich mich vor freude kaum mehr halten. "ooh schau, nick's bass! yeebee!" - "eek der steht ja gerade vor mir!!" und ähnliches musste meine kollegin anhören. so war es dann auch, spiders and vinegaroons ertönte, ich sprang beinahe auf und ab vor aufregung. sie kamen grinsend auf die bühne, nick war gerade mal gut 1-2 meter von mir entfernt. ich glaubte es kaum, es wirkte so viel echter als am southside festival, wo ich sie zum ersten mal sah. schon nach den ersten takten von "millionaire" war die ganze halle am kochen und vor allem am rocken. ich hatte das gefühl, nick schreie mich direkt an... hehe. ;) die höhepunkte des sowieso schon durch und durch genialen konzerts waren eindeutig die ausufernden zwischenteile, zum beispiel bei "better living through chemistry", "god is in the radio" und "auto pilot". der letztere song war sowieso aussergewöhnlich, da mark lanegan sang statt nick. seine tiefe stimme verlieh dem song einen ganz anderen touch und er wirkte noch einfühlsamer und tiefer als sonst. das licht war ebenfalls passend gewählt und abgestimmt auf die verschiedenen songs: blau bei ruhigeren stücken, rot bei aggressiveren. josh's soli waren atemberaubend, und man sah ihm an, dass er dabei alles um sich herum vergass, so sehr nahm ihn die musik ein.

speziell zu erwähnen ist auch die performance von "a song for the dead", mein persönliches lieblingslied der neuen cd. die atmosphäre war einfach perfekt! allmählich wurde etwas gedrückt von hinten, und vor allem vorne in der mitte, doch ich bekam nur wenig davon mit, da ich ja eher auf der linken seite stand.

ich muss zugeben, ab und zu dachte ich, ich müsste mich kneifen, um aus diesem traum aufzuwachen, doch es war keiner! die queens und ich in einem raum, ihre geniale musik in meinen ohren, nicht nur hören sondern sehen und auch erleben, alles live.

für mich hätte es ewig so weitergehen können... josh sagte zwar zu nick: "do you wanna leave? i don't wanna leave!", doch nach der vorletzten zugabe hiess es dann doch: "thankyou and goodbye". nick machte auf tough guy und zeigte uns seine beiden mittelfinger, weil das publikum vor begeisterung einfach nicht aufhören zu johlen und klatschen wollte. wir hätten uns die letzte zugabe wünschen können, doch ich war so perplex, dass mir auf die schnelle kein stück einfiel, das sie noch nicht gespielt hatten. ich hätte mich später ohrfeigen können, dass ich nicht "regular john!" oder "mexicola!" gerufen hatte, denn wenn sie diese zwei stücke (oder wenigstens eines der beiden) noch gespielt hätten, wäre die welt für den moment mehr als in ordnung gewesen! aber was will ich mehr, sie spielten schliesslich "monsters in the parasol", was am southside der opener war, so schloss sich dieser kreis wieder...... es begann, wo es aufhörte, und es hörte auf, wo es begann.............

ich freue mich schon auf das nächste queens-konzert. hoffentlich bald!
Inge